Frisch geschlüpft: Sammlung deutscher Gedichte 019

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Diesmal dabei:

01 Möwenlied von Christian Morgenstern, gelesen von Eva K.
02 Der Blinde und der Lahme von Christian Fürchtegott Gellert, gelesen von Eva K.
03 Des Sängers Fluch von Ludwig Uhland, gelesen von Julia Niedermaier
04 Der Panther von Rainer Maria Rilke, gelesen von Pamela Nagami
05 Zum Einschlafen zu sagen von Rainer Maria Rilke, gelesen von Eva K.
06 Stille der Nacht von Gottfried Keller, gelesen von Sebastian Scharnagl
07 Spleen von Paul Verlaine, Übers. Fritz Koegel, gelesen von Hokuspokus
08 Spleen von Paul Verlaine, Übers. Wolf von Kalckreuth, gelesen von Hokuspokus
09 Treue von Joseph von Eichendorff, gelesen von Julia Niedermaier
10 Hochsommer von Emanuel Geibel, gelesen von Julia Niedermaier
11 Nun ist das Korn geschnitten von Ferdinand von Saar gelesen von Julia Niedermaier
12 Deutsche Sommernacht von Joachim Ringelnatz, gelesen von Julia Niedermaier
13 Regenlied von Klaus Groth, gelesen von Julia Niedermaier – 01:37
14 Septembermorgen von Eduard Mörike, gelesen von Julia Niedermaier
15 Herbstmorgen von Theodor Fontane, gelesen von Julia Niedermaier
16 Die Kastanie von Ignaz Vinzenz Franz Castelli, gelesen von Julia Niedermaier
17 Klimmzug von Joachim Ringelnatz, gelesen von Eva K.
18 [Ein großer Teich war zugefroren] von Johann Wolfgang von Goethe gelesen von Hokuspokus
19 Das Brot von Wilhelm Busch, gelesen von Eva K.
20 Nächtliche Fahrt von Eduard Mörike, gelesen von Boris

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Ich habe meinen Spleen aus der letzten Gedichtsammlung fortgesetz und zwei verschiedene Übersetzungen eines Verlaine Gedichts beigetragen: Spleen.

Frisch geschlüpft: Sammlung deutscher Gedichte

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Diesmal dabei:

Phantasie an Laura von Friedrich Schiller – gelesen von keltoi – 03:54
König Nußknacker und der arme Reinhold von Heinrich Hoffmann – gelesen von Julia Niedermaier – 32:51
Wunder über Wunder von Joseph von Eichendorff – gelesen von Willi Rabe – 00:49
Die schlesischen Weber von Heinrich Heine – gelesen von Friedrich – 01:29
Heimarbeit von Ludwig Thoma – gelesen von Friedrich – 01:26
Klaggedicht bei seiner schmerzlichen Krankheit von Simon Dach – gelesen von DomBombadil – 01:35
Sonnet XXI Francisci Petrarchae von Martin Opitz – gelesen von DomBombadil – 01:34
Dies sei das höchste Ziel des Erdenlebens von Rainer Maria Rilke – gelesen von Karlsson – 00:55
Zäzilie von Christian Morgenstern – gelesen von keltoi – 01:18
Der Werwolf von Christian Morgenstern – gelesen von keltoi – 01:33
Es lacht in dem steigenden jahr dir von Stefan George – gelesen von Willi Rabe – 01:12
Der Baum von Georg Heym – gelesen von Karlsson – 02:07
Die Harfenjule von Klabund – gelesen von Claudia Salto – 01:18
Deutsches Volkslied von Klabund – gelesen von Claudia Salto – 01:44
Im Dom zu Breslau von Louise Otto – gelesen von Claudia Salto – 03:24
Liebes-Allmacht von Johannes Daniel Falk – gelesen von Julia Niedermaier – 01:07
Vogelschau von Stefan George – gelesen von Tabea – 01:05
Wehmütige Zwiesprache von Paul Verlaine, übers. von Max Fleischer – gelesen von Hokuspokus – 01:38
Wehmütiges Zwiegespräch von Paul Verlaine, übers. von Wolf von Kalckreuth – gelesen von Hokuspokus – 01:40
Das Lied vom blöden Ritter von Heinrich Heine – gelesen von Karlsson – 02:57

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Das Lied vom blöden Ritter ist übrigens ein Jugendgedicht Heines, das von Gutenberg.org nach seiner eigenhändiger Niederschrift übertragen wurde. Das Original ist im Besitz der Königlichen Bibliothek zu Berlin und für Normalsterbliche wahrscheinlich gar nicht einzusehen.

Links zu den eTexten gibt es wie immer auf der LibriVox Katalogseite.

Weiter Gedichte findet Ihr in der Liste kurzer deutscher Texte.

Wehmütiges Zwiegespräch

von Paul Verlaine (1844-1896), übertragen von Wolf von Kalckreuth (1887-1906)

Im alten Park, der einsam und verschneit,
Sah ich zwei Schatten gehn in Dunkelheit.

Tot ist ihr Aug‘, von welken Lippen beben
Die leisen Worte, die in Nacht entschweben:

Der alte Park ist einsam und verschneit,
Zwei Schatten wecken die Vergangenheit.

– Gedenkst du noch der Wonne einst’ger Liebe?
– Wie willst du, dass mir die Erinn’rung bliebe?

– Schlägt immer noch dein Herz für mich allein?
Kommt meine Seel‘ im Traume zu dir? – Nein.

– O sel’ges Glück in jenen hellen Tagen,
Da Mund auf Mund geruht! – Wer kann es sagen?

Blau war der Himmel, gross der Hoffnung Macht!
– Die Hoffnung floh besiegt in schwarze Nacht.

So schritten sie durchs Gras den Pfad, den schlimmen,
Und nur die Nacht erlauschte ihre Stimmen.

Original

COLLOQUE SENTIMENTAL

Dans le vieux parc solitaire et glacé
Deux formes ont tout à l’heure passé.

Leurs yeux sont morts et leurs lèvres sont molles,
Et l’on entend à peine leurs paroles.

Dans le vieux parc solitaire et glacé
Deux spectres ont évoqué le passé.

—Te souvient-il de notre extase ancienne?
—Pourquoi voulez-vous donc qu’il m’en souvienne?

—Ton coeur bat-il toujours à mon seul nom?
Toujours vois-tu mon âme en rêve?—Non.

—Ah! les beaux jours de bonheur indicible
Où nous joignions nos bouches!—C’est possible.

Qu’il était bleu, le ciel, et grand l’espoir!
—L’espoir a fui, vaincu, vers le ciel noir.

Tels ils marchaient dans les avoines folles,
Et la nuit seule entendit leurs paroles.

Bild: Winter von Alexej Kondratjewitsch Sawrassow (1830-1857)