Märchenmontag Nr. 16

The Sleeping Beauty, illustriert von Arthur Rackham (1867-1939)

 photo rackham_beauty_1_zpswwscilwz.jpg

 photo rackham_beauty_2_zps5fehbgxv.jpg

 photo rackham_beauty_3_zpsob39hurb.jpg

Bei Archive.org gibt es gleich zwei Scanns dieses 1920 erschienen Buches. Einmal den normalen Druck, aus dem ich die Bilder für Euch her habe, einmal als handsignierten Kunstdruck auf hochwertigen Papier, vom dem überhaupt nur 625 Exemplare gemacht wurden. Der Text von C.S. Evans ist eher an die Perrault Variante angelehnt als an Grimm.

Frisch geschlüpft: Märchen

Cover
von Charles Perrault (1628-1703), gelesen von Hokuspokus

Viele der Märchen von Charles Perrault sind sehr bekannt – allerdings unter dem Namen der Brüder Grimm, die sie vielleicht von der berühmten Viehmännin, einer Kaufmannsfrau mit hugenottischen Wurzeln, erzählt bekommen haben. Perraults Versionen sind gut 100 Jahre älter und auch sie gehen auf ältere Quellen zurück. Eine Ausgabe der „Blauen Bibliothek aller Nationen“, aus der diese Übersetzung von 1790 stammt, stand auch in der Bibliothek der Grimms.

Hörbuch Download bei LibriVox

Diese Märchen sind in der Aufnahme enthalten:
Rothkäppchen; Die Feen; Blaubart; Die schlafende Schöne; Die gestiefelte Katze; Fräulein Aschenbrödel, oder das Glaspantöffelchen; Ruprecht mit der Kuppe; Der kleine Däumeling; Eselshaut

Märchenmontag Nr. 6

Charles Perrault – Harry Clarke Teil 3

 photo Perrault_Clarke_06_zpsvawgnxmb.jpg

Heute nun die letzte Folge der Illustrationen von Harry Clarke zu den Märchen von Charles Perrault. Diesmal Ruprecht mit der Kuppe (wie es in der deutschen Übersetzung aus der Blauen Bibliothke heißt), Die törichten Wünsche (im Original ein Versmärchen) und Die Eselshaut.

 photo Perrault_Clarke_07_zpshsn1yabq.jpg

Einen Scann des gesamten Buches gibt es bei Archive.org.
Gutenberg.org hat das eBook dieser englischen Ausgabe, auch mit den Bildern.
Es gibt moderne Reprints von mehreren Verlagen ab etwa 10 $. Diese stammen fast alle aus der Zeit nach der Digitalisierung durch Archive.org. Gut möglich, dass sie auf dem Scann beruhen. Das Original von 1922 gibt es ab 190,00 $, man findet aber auch Angebote für 1.500,00 $

 photo Perrault_Clarke_08_zpsdpxqiy5m.jpg

Märchenmontag Nr. 5

Charles Perrault – Harry Clarke Teil 2

  photo Perrault_Clarke_05_zps5hkdjbde.jpg

Diese wunderschöne Ausgabe der Märchen von Charles Perrault enthält so viele Illustrationen, dass ich Euch gar nicht alle zeigen kann. Heute gibt es ausgewählte Bilder zu Aschenputtel, Dornröschen und Däumeling.

 photo Perrault_Clarke_04_zpsdzsjnbq3.jpg

Ich hatte gehofft, Euch heute auch passende neue Aufnahmen präsentieren zu können, aber das hat leider nicht geklappt. Darum heute Die Feen, die wir letzte Woche schon hatten, als Vorgeschmack auf mein aktuelles LibriVox Projekt: http://ge.tt/9jv3gKD2/v/0
Der Titel sagt einem erst mal nicht viel, aber das Märchen werdet Ihr erkennen.

 photo Perrault_Clarke_09_zps1ksrw117.jpg

Märchenmontag Nr. 4

Charles Perrault oder das Märchen vom Volksmärchen

 photo Perrault - Clarke 2_zpsfhn46bhw.jpg

Die Märchen von Charles Perrault (1628-1703) sind sehr bekannt, auch wenn kaum einer den Namen Perrault kennt. Man findet sie fast alle auch bei den Brüdern Grimm. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Dorothea Viehmann, eine der Quellen der Märchenbrüder, hatte hugenottische Wurzeln. Irgendwann haben die Brüder Grimm auch von der französischen Herkunft der Märchen erfahren. Der gestiefelte Kater und Blaubart sind wahrscheinlich aus diesem Grund nur in der ersten Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen enthalten.

 photo Perrault - Clarke 1_zpsvbndp8cm.jpg

Heute zeige ich Euch Illustrationen von Harry Clarke (1889-1931) zu Perraults Märchen Rothkäppchen, Die Feen und Blaubart. Deutsche Übersetzungen sind sehr selten. Bei der Österreichischen Nationalbibliothek gibt es einen Scann der Blauen Bibliothek aller Nationen von 1790. Der erste Band der Reihe enthält Perraults Märchen. Der zweite Band mit einem Inhaltsverzeichnis auch des ersten Bandes war im Besitz der Brüder Grimm. Gutenberg DE hat eine Fassung von Moritz Hartmann, allerdings keine Übersetzung, sondern eine Nacherzählung, die noch dazu ein Happy End einfügt, wo es bei Perrault keines gibt.

 photo Perrault - Clarke 5_zps3qg5m48b.jpg

Auch Perrault soll aus älteren Quellen geschöpft haben. Immer wieder ist von ganz alten indio-germanischen Wurzeln die Rede. Möglich ist das. Allerdings verfolgt Perrault mit seiner Behandlung des Stoffs sehr eigene Ziele. Fast allen Märchen liegen sexuelle Motive zu Grunde. Deshalb sind Perraults Märchen auch absolut keine Kindermärchen.

 photo Perrault - Clarke 3_zpstfxsapmw.jpg

Im Moment nehme ich gerade für LibriVox die Übersetzung aus Der blauen Bibliothek auf, es ist aber noch nichts fertig. Zum Nachhören gibt es deshalb diesmal die Märchen auf französische nach einer Ausgabe von 1742, gelesen von Ezwa.

Nächsten Montag gibt es dann weitere Illustrationen von Harry Clarke aus dieser wunderschönen englischen Ausgabe.

 photo Perrault - Clarke 4_zpsetuoa0v7.jpg