Eugenie Marlitt (1825 – 1887)

Sie war die Erfolgsautorin der Gartenlaube. Ihre Romane wurden ins Französische, Englische, Italienische, Russische, Polnische und Spanische übersetzt und sie gilt als erste Bestsellerautorin der Welt. Sie war einer der hellsten Sterne am Himmel der Unterhaltungsromane, doch in ihrem Leben war sie vom Pech verfolgt. Weiterlesen

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Frisch geschlüpft: Das Geheimnis der alten Mamsell

Cover

von Eugenie Marlitt (1825-1887)

Als die Ehefrau des Zauberkünstlers Orlowsky bei einem tragischen Unfall stirbt, wird ihre vierjährige Tochter Felicitas von der großbürgerlichen Familie Hellwig aufgenommen, sehr gegen den Willen von Frau Hellwig, denn „das Spielerskind“ ist in ihren Augen ein sündiges Geschöpf, dem sich noch nicht einmal der liebe Gott erbarmen kann. Als Kommerzienrat Hellwig stirbt, ist Fee der herzlosen Frau und deren bigotten Ansichten ausgeliefert. Von nun an wird sie wie ein Dienstmädchen behandelt und unter dem Vorwand einer streng christlichen Erziehung wird ihr Bildung und persönliche Entwicklung verwert. Nur bei der alten Mamsell, einer Verwandten der Familie, die abgeschieden im Dachgeschoss lebt, findet Fee Verständnis und Zuneigung. Ein Geheimnis umgibt die gütige, gebildete Frau, das im Lauf der Geschichte gelüftet wird. Auch die Liebe spielt eine Rolle. Sie taucht ungebeten da auf, wo man sie gar nicht suchen würde.

Die Bücher von Eugenie Marlitt sind Unterhaltungsromane auf handwerklich und sprachlich hohem Niveau. Die Autorin hält in ihrem 1867 erschienen Roman einer bigotten, selbstgefälligen „besseren Gesellschaft“ den Spiegel vor und kritisiert soziale und politische Missstände der Zeit.

 

Hörbuch Download bei LibriVox

eBook bei MobileRead

Buchpläne 2015

Nach all den Rückblicken der letzten Tage fangen ich das Jahr lieber mit einer Vorschau an. Pläne gibt es viele. Es mag interessant sein, in 12 Monaten nachzusehen, welche Wirklichkeit geworden sind.

Um gleich mit dem dicksten Brocken anzufangen: Mit Die Ahnen von Gustav Freytag habe ich einiges vor. Das Buch hat es ganz und gar nicht verdient, als ungelesener Bildungsbeweis im Regal Staub anzusetzen. Es ist tatsächlich sehr interessant und spannend. Zum einen haben wir bei LibriVox angefangen, den ersten von 6 Bänden aufzunehmen. Erfahrungsgemäß wird es ungefähr ein Jahr dauern, bis das Projekt fertig ist. Jeder ist herzlich eingeladen, dabei mitzuhelfen. Hier auf dem Blog möchte ich für jeden Band eine Zusammenfassung und Kurzbesprechung schreiben. Man findet im Netz kaum etwas darüber. Dazu muss ich aber erst mal alle Bände lesen, bisher kenne ich nur die Hälfte. Das eBook gibt es komplett bei MobileRead.

Ein weiterer Autor, der mich durch das neue Jahr begleiten wird, ist Gustav Meyrink. Mein aktuelles Solo bei Legamus! beinhaltet späte Erzählungen von ihm. Parallel dazu ist ein eBook in Arbeit, dass Meyrinks Spätwerk sammelt. Es sind einige Erzählungen und ein Romanfragment darunter, die es bisher noch nicht im Netz gibt. Das ist eine Baustelle aus dem letzten Jahr und wird hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Kein wirklicher Plan aber eine Idee im Hinterkopf ist die Hörbuchversion der Goldmachergeschichten (dazu auch das eBook) und des Wachsfigurenkabinetts.

Eine weitere Altbaustelle ist die Übersetzung von Mrs Zant and the Ghost, einer Erzählung von Wilkie Collins. Sollte die endlich fertig werden, gibt es die dann auch als Hörbuch und eBook. Allerdings arbeite ich daran schon seit Jahren …

Lesen möchte ich mehr von Leo Perutz, auf den ich erst vor kurzem durch eine Empfehlung aufmerksam geworden bin. Gerade lese ich Nachts unter der steinernen Brücke von ihm, bis jetzt gefällt es mir sehr gut, mehr dazu, wenn ich durch bin. Perutz ist allerdings noch lange nicht gemeinfrei, also kein Hör- oder eBook für die nächsten +- 20 Jahre.

Schreiben möchte ich noch das eine oder andere Autorenportrait, fest auf der Liste steht Eugenie Marlitt, der Autorin des heute frisch katalogisierten LibriVox Projekts. (Frisch geschlüpft Beitrag kommt gleich im Anschluss.)

Und schließlich soll es auch noch ein paar Häkelkrimi-Beiträge geben.

Und schließlich ist ja heute auch Public Domain Day. Mit dem heutigen Tag sind die Werke aller 1944 gestorbenen Autoren in die Gemeinfreiheit entkommen. Da gibt es bestimmt viel Neues zu lesen und zu entdecken. Bei Wikisource gibt es eine Liste. Viele Menschen auf dieser Liste sind in KZs umgebracht worden.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins neue Jahr, viel Lesezeit und spannende, inspirierende Lektüre, ob nun Papier- oder eBuch, mit den Augen oder mit den Ohren gelesen – ganz egal. Hauptsache Bücher!