Über Hokuspokus

Hokuspokus liebt alte Bücher, liest aus ihnen vor und bloggt darüber.

Keine Bilder mehr

Mein Bildhoster informiert mich, dass ich die Bilder,  die ich dort hochgeladen habe, nicht mehr hier zeigen darf. (Dabei habe ich sie doch dort hochgeladen, um sie hier zu zeigen … ) Und sie wollen einen lächerlich hohen Betrag dafür, dass ich das wieder darf.

Deshalb muss ich leider die Links zu den Bildern nach und nach entfernen. Das ist sehr schade, vor allem bei den Märchenmontagen. Die Bilder irgendwo anders hochzuladen und die Links zu ändern, wäre einfach viel zu viel Arbeit. Versteht sich, dass der Bildhoster die längste Zeit mein Bildhoster gewesen ist.

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Aquarellieren lernen im Papageienwald

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich intensiv mit einer alten Liebe, dem Aquarell. (Der Reiz der Ausmalbücher hat nicht lange gehalten.) Obwohl ich mich seit 30 Jahren immer mal wieder mit Wasserfarben beschäftige, sind meine Fähigkeiten nicht viel gewachsen. Eine Sache hat sich aber inzwischen grundlegend geändert: Es gibt das Internet mit einer unüberschaubaren Menge an Informationen, Kursen und Anleitungen.

Es gibt einen wahren Dschungel da draußen, durch den man sich erst mal einen Weg bahnen muss. Und dieser Dschungel wird von vielen Papageien bewohnt. Sie erzählen einem (fast) alle das selbe. Sie malen alle mit Farben von Schmincke oder Winsor & Newton und zwar nur mit den hochpreisigen Künstlerfarben. Und sie empfehlen dem Anfänger (fast) alle, auch nur das Beste vom Besten zu kaufen. Echt jetzt? Weiterlesen

Frisch geschlüpft: Sammlung kurzer deutscher Prosa 49

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Diesmal dabei:

1. Rede vor dem Rathaus Schöneberg am 26. Juni 1963 von John F. Kennedy, gelesen von Julia Niedermaier
2. Im Vorhof des Lebens von Otto Ernst, gelesen von Eva K.
3. Ein Idyll von Guy de Maupassant, gelesen von Hokuspokus
4. Mutter, mach‘ es wieder ganz! von Fritz von Ostini, gelesen von Julia Niedermaier
5. Wozu dient eigentlich weißer Hundedreck? von Gustav Meyrink, gelesen von Bernd Ungerer
6. Das Thierleben an der Eisenbahn von Unbekannt, gelesen von Hawe
7. A aus Brockhaus Konversationslexikon, gelesen von Julia Niedermaier
8. Gepolsterte Kutscher und Rettiche von Joachim Ringelnatz, gelesen von Eva K.
9. Weltuntergang. Ein Traum von Karl Schloß, gelesen von Hokuspokus
10. Die Wanderung von Stefan Zweig, gelesen von Hawe

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Frisch geschlüpft: Die toten Seelen

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von Nikolai Wassiljewitsch Gogol, übersetzt von Alexander Eliasberg, gelesen von Eva K.

Pawel Tschitschikow entwirft eine groteske Idee, die ihn zu Geld bringen soll. Er macht Geschäfte mit Leibeigenen, und zwar mit toten! Mittels Humor und beißender Satire stellt der große Erzähler Nikolai Gogol die marode, korrupte Gesellschaft seiner Zeit an den Pranger. Das vorliegende Hörbuch enthält den ersten und zweiten Teil des Romans „Die toten Seelen“. Der erste Band wurde 1842 veröffentlicht. Der zweite Teil erfuhr während seiner Entstehung ab 1840 mehrere Umarbeitungen. Vor seinem Tode im Jahr 1852 vernichtete Gogol die aktuellste Fassung, so dass hier nur Fragmente einer von 1842-1845 erschaffenen Neufassung, die Gogol ebenfalls in Teilen vernichtete, vorliegen. Lediglich der bemerkenswerte Schluss des Romans geht auf die Urfassung des zweiten Bandes zurück. (Zusammenfassung von Eva K.)

Hörbuch Download bei LibriVox

Frisch geschlüpft: Sammlung deutscher Gedichte 23

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Diesmal dabei:

01 Hermione’s Augen von Daniel Casper von Lohenstein, gelesen von Sonia
02 Ach, wenn ich nur der Schemel wär von Heinrich Heine, gelesen von Sonia
03 Sonett von Achim von Arnim, gelesen von Sonia
04 Erinnerung von Rainer Maria Rilke, gelesen von RilkesPanther
05 ’s ist Mitternacht von Friedrich Hebbel, gelesen von RilkesPanther
06 Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg von Johann Wolfgang von Goethe, gelesen von Sonia
07 Der Tod von Angelus Silesius, gelesen von Sonia
08 Άϑάνατοι (Athanatoi) von Else Lasker-Schüler, gelesen von Monika M. C.
09 Ihr verblühet süße Rosen von Johann Wolfgang von Goethe, gelesen von Sonia
10 Die Feuerbraut von Ludwig Thoma, gelesen von softsnow
11 April von Detlev von Liliencron, gelesen von Eva K.
12 Das Korn auf dem Dache von Friedrich Hebbel, gelesen von Sonia
13 Die fremde Blume von Irene Forbes-Mosse, gelesen von Sonia
14 Du sitzest wohl gefühllos nur von Hafiz, gelesen von Sonia
15 Besuch von Karl Schloß, gelesen von Karlsson

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Buntstifte im Vergleich

Heute geht es mal um eine andere Sorte Bücher, nämlich um solche zum Ausmalen, oder genauer um die Buntstifte, die ich zum Ausmalen benutze.

Ich habe ein altgedientes 24er Päckchen Herlitz Stifte, einen 48er Satz von Eberhard Faber, einen 72er Satz Polycolor Künstlerstifte von Koh-i-Noor und übers Wochenende konnte ich mir 5 Polychromos Künstlerstifte von Faber Castell von einer Bekannten leihen. Ich wollte unbedingt mal wissen, ob dieser Mercedes unter den Buntstiften wirklich so toll ist wie sein Ruf.

Meine Bekannte wollte sich auch für ein paar Tage nur von einem Rot, einem Braun, Ocker, einem Blau und Weiß trennen, was ich gut verstehen kann. Deshalb ist die Farbzusammenstellung so wie sie ist. Ausprobiert habe ich die Stifte an einer Zeichnung von Millie Marotta aus Curious Creatures.

Abgesehen von den Polychromos habe ich mit allen Stiften schon ein paar Kilometer gemalt, habe sie aber bis jetzt noch nicht so direkt verglichen und an einem Tag in Gebrauch gehabt.

Herlitz

Mit 0,15 € pro Stück sind das die billigsten Stifte im Test. Sie malen schön weich und geschmeidig und lassen sich auch halbwegs schichten und mischen. Die Stifte sind allerdings schon ca.10 Jahre alt. Vor 5 Jahren gab es mal Stifte von Herlitz in einem Mäppchen vom Discounter, die lange nicht diese Qualität hatten. Ganz im Gegenteil waren diese trocken, spröde und hinterließen auf dem Papier mehr Kratzer als Farbe. War vielleicht eine fehlerhafte Produktion, die dann beim Discounter verramscht wurde? Die Farben sind sehr klar. Dadurch wirken sie etwas schrill und künstlich. 24 Stifte ist das größte Set. Für Ausmalbücher dürfen es gerne ein paar mehr Farbtöne sein.

Eberhard Faber

Mit 0,42 € pro Stift liegen diese Stifte im preislich im Mittelfeld. Sie sind etwas trocken und man muss schon ziemlich fest aufdrücken, um satte Farben zu bekommen. Trotzdem sie trockener sind, lassen sie sich besser mischen als die vor Herlitz, wenn man mit mäßigem Drucke in Schichten arbeitet. Mit dem 48er Set hat man schon eine schöne Farbauswahl. Genau wie die Herlitz Stifte sind das eher „Spielstifte“.

Polycolor von Koh-i-Noor

Nicht viel teurere als Spielstifte (0,56 – 0,65 Pro Stück) aber was für ein Unterschied! Es sind die weichsten Stifte im Vergleich. Schon bei ganz geringem Druck bekommt man brillante Farbe auf’s Papier. Man kann ziemlich viele Schichten übereinander legen und sanfte Farbverläufe erzielen. Die Stifte sind minimal dicker als alle anderen und liegen deshalb prima in der Hand. Sie haben ein paar kleine Macken. Beim Spitzen mit einem normalen Spitzer spitzt sich das Holz schneller ab als die Mine, was sich etwas seltsam anfühlt. Am besten spitzen lassen sie sich mit einem Spitzer für Colour Grip von Faber Castell, was ich durch Zufall entdeckt habe. Die Spitze wird etwas kürzer und hat einen flacheren Winkel, was den Stiften gut tut. Beim Malen fühlt sich die Mine mancher Farben etwas fettig und klebrig an. Daran musste ich mich erst gewöhnen. 72 Stifte ist das größte Set. Die Farbtöne sind sich zum Teil sehr ähnlich und mir persönlich fehlen ein paar Töne (dunkles Rot, helles Flieder, Creme z.B.). Mehr Grüntöne könnte ich auch gebrauchen. Man kann alle Farben auch einzeln nachkaufen. Wenn das Lieblingsgrün nur noch 4 cm lang ist, muss man sich kein komplett neues Set zulegen. Zusätzlich zum 72er Set gibt es spezielle Sets mit 12 Grautönen oder 12 Brauntönen, leider keine Grüntöne. Einige davon können nicht in den 72ern enthalten sein, so viele Graus oder Brauns gibt es darin nicht, aber man bekommt wohl nur die 72  Farben des großen Sets ein Deutschland einzeln zu kaufen.

Polychromos von Faber Castell

Vom teuersten Stift im Vergleich (1,45 – 1,85 pro Stück) war ich doch ein bisschen enttäuscht. Das sind ohne Frage tolle Stifte und der Qualitätsabstand zu den Spielstiften ist deutlich spürbar. Pluspunkte gegenüber den Polycolors sind die unglaublich Farbpalette von 120 Farbtönen, die man alle auch einzeln kaufen kann. Die Spitze hält länger, man muss nicht so häufig nachspitzen. Sie sind nicht ganz so weich im Auftrag wie die Koh-i-Noors, lassen sich aber vielleicht einen Hauch besser schichten und mischen.

Fazit

Mein Testsieger in diesem Vergleich sind die Polycolor Stifte von Koh-i-Noor (nicht zu verwechseln mit der US Marke Polycolor). Sie bieten die brillantesten Farben, die größte Dynamik beim Schattieren von hell nach dunkel mit einem Stift und ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Die Farben, die mir in der Auswahl fehlen, werde ich mir aus der Polychromos Palette dazukaufen.

Ich habe übrigens nicht vor, in Zukunft hier großflächig Ausmalbücher zu rezensieren. Beim Malen höre ich fleißig weiter Literatur auf der Suche nach neuen Texten zum Vorlesen und/oder hier darüber Berichten.