Frisch geschlüpft: Der Freiwerber

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von Otto Rouquette (1824-1896), gelesen von Crln Yldz Ksr

Dies ist die Geschichte von Friedrich Stievel, Konrektor am örtlichen Gymnasium. Friedrich ist ein außerordentlich schüchterner Mensch, und braucht deswegen dringend die Hilfe seines Freundes Theobald Spaatz, als er um die Hand der schönen Berta anhalten möchte. Theobald scheint aber seiner Rolle als Freiwerber nicht so ganz gewachsen zu sein … – Zusammenfassung von Carolin

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Der französische Baum ist erklommen!

 photo DL_trophaumleXL_zpspgswwtbt.jpgBaum nennt man in Doulingo-Sprech den Sprachkurs, den man Lektion für Lektion, Fähigkeit für Fähigkeit durchläuft oder eben ersteigt. Nach 69 Lerntagen und meinem ersten vollständigen Baum ist das eine gute Gelegenheit, ein Fazit zu ziehen.

Das ich den Baum überhaupt so schnell durcharbeiten konnte, liegt daran, dass ich damals in der Schule schon Französisch gelernt hatte und mich an etwa 2/3 nur erinnern musste. Für eine völlig neue Sprache muss man etwa ein Jahr veranschlagen.

Alles in allem vermittelt Duolingo ein sehr angenehmes Lernerlebnis und die eingebaute Motivation funktioniert so gut, dass ich mich manchmal richtig bremsen musste. Ich bin kein einziges Mal dem inneren Schweinehund begegnet, der ja sonst das größte Problem beim Selbststudium ist.

Wenn man mit Duolingo lernt, merkt man sehr schnell, dass die Kurse hie und da noch ein paar Macken haben. Grammatikerläuterungen gibt es bei vielen Kursen nicht oder nur am Anfang. Ältere Kurse und Kurse von Englisch sind da besser ausgestattet. Die sprachliche Seite wird bei Duolingo von Freiwilligen erarbeitet und betreut. Früher oder später wird es wohl hoffentlich in allen Kursen und Kapiteln Grammatikhinweise geben. Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, sich eine Kurzgrammatik zu besorgen, in der man bei Fragen nachschlagen kann. Mir hat das sehr geholfen. Zu jedem einzelnen Satz gibt es eine Diskussion, aber es ist Glückssache, ob man da dann eine Antwort findet oder bekommt, wenn Fragen auftauchen. Je länger es einen Kurs schon gibt, desto zahlreicher und umfangreicher sind diese Diskussionen, so dass sich dieses Problem mit der Zeit von selbst lösen wird.

Die Vokabelkarten, die Duolingo anbietet, finde ich nicht besonders sinnvoll, weil hier konjugierte Verben ohne Personalpronomen und Nomen ohne Artikel und ohne Hinweis auf das Geschlecht abgefragt werden. Man bekommt porte vorgelegt und darf dann raten ob es sich dabei um ich trage oder die Tür handeln soll.  Und selbst, wenn sich die Tür dann als richtig erweist, hat man immer noch keine Ahnung, ob Tür im Französischen nun männlich oder weiblich ist. Also habe ich die Vokabelkarten für die erst Hälfte meines Kurses ignoriert. Ein schwerer Fehler, wie sich herausstellte.

Etwa zur Hälfte des Kurses bin ich gegen eine massive Wand gerannt. Duolingo fordert einen auf, bereits Gelerntes immer wieder zu wiederholen. Wann eine bestimmte Fähigkeit wiederholt oder gestärkt werden muss, richtet sich zunächst mal nach der Zeit, die seit der letzte Bearbeitung vergangen ist, und danach, wie oft man diese Fähigkeit schon gestärkt hat. So viel ist ziemlich offensichtlich und auch der Homepage zu entnehmen. Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, die man von Duolingo nicht genannt bekommt, so dass man leicht in die Falle tappt, Duolingo falsch zu benutzen, wie es mir passiert ist. In den Übungen kann man jedes Wort nachschlagen, in dem man mit der Maus darüber fährt. Das ist so praktisch, dass ich diese Funktion ständig benutzt habe, auch wenn ich das Wort eigentlich kannte und nur über die Schreibung nicht ganz sicher war. Was ich nicht wusste und was einem Duolingo auch nicht erzählt, ist, dass jedes Nachschlagen das Wort schwächt, je mehr man nachschlägt, desto mehr Wiederholungen bekommt man auf. Ich kam ziemlich schnell in die Situation, dass ich vor lauter Wiederholungen keine neuen Lektionen mehr machen konnte. Man kann zwar auch dann neue Lektionen bearbeiten, wenn man vorher nicht alle Wiederholungen abgearbeitet hat, aber das sollte man eigentlich nicht tun. Außerdem ist der vollständig goldene Baum (zu wiederholende Fähigkeiten färben sich bunt und werden nach dem Wiederholen wieder golden) eine ziemlich starke Motivation für mich, auf die ich nicht so ohne weiteres verzichten wollte. Also habe ich Tag für Tag mehr Wiederholungen gemacht, Tag für Tag  mehr nachgeschlagen und am nächsten Tag entsprechend mehr Wiederholungen aufbekommen, bis sich eines Tages ein Berg von 14 zu stärkenden Fähigkeiten auftürmte, die zum Teil so schwach waren, dass eine Wiederholung allein gar nicht ausreichte, um sie wieder zu vergolden. Außerdem kommt es mir so vor, als würden die Aufgaben von Wiederholung zu Wiederholung immer komplizierter, man hat also immer mehr Gelegenheit, Fehler zu machen, die sich dann auch wieder auf die Wiederholungen auswirken.  An diesem Punkt hätte ich beinahe das Handtuch geworfen. So schnell wollte ich dann aber doch nicht aufgeben und habe mich nach möglichen Lösungen umgeschaut. So fand ich dann auf einem Blog heraus, was das Nachschlagen bewirkt. Außerdem fand ich heraus, dass man auch mit den Vokabelkarten die Fähigkeiten wieder stärken kann, wenn man nicht zu häufig Fehler macht. Und das geht viel schneller als mit den Wiederholungen. Da die Vokabelkarten nicht wirklich überprüfen, ob man das Wort weiß, kann man da ganz einfach ein bisschen tricksen.

Ich habe also fortan meinen Duolingotag mit zwei oder drei Runden Vokabelkarten begonnen und schon waren die meisten Fähigkeiten wieder golden. Ich habe nur noch dann die Nachschlagefunktion benutzt, wenn ich das Wort wirklich nicht kannte, ansonsten habe ich ein externes online Wörterbuch verwendet. Auf diese Weise konnte ich die zweite Hälfte des Baumes wesentlich schneller bearbeiten und hatte deutlich mehr Spaß dabei. Aber ich glaube, ich habe nicht ganz so viel gelernt wie in der ersten Hälfte. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob das nur an meiner Trickserei lag.

Duolingo wird ständig weiterentwickelt. Änderungen in der Vorgehensweise und der Lernstruktur, im Design usw, werden zunächst einem sog. A/B Test unterzogen. Dabei bekommt ein Teil der Nutzer die Neuerung und man schaut, wie sich das auf ihr Verhalten auswirkt. Kommen die Nutzer mit der Neuerung häufiger, bleiben länger und machen mehr Übungen, wird die Neuerung für alle eingeführt. Mit einem solchen Test kann man aber nicht erfassen, ob die Nutzer mehr oder weniger lernen, so dass dieses Verfahren auf lange Sicht dazu führt, dass Duolingo immer angenehmer und massenkompartibler wird, was aber nicht notwendigerweise heißt, dass es besser wird.

Ungefähr in der Mitte meines Kurses ist mit aufgefallen, dass die Übungen immer einfacher werden. Wo man sonst schon in der ersten Lektion ganze Sätze zu bearbeiten hatte, waren es dann häufig nur einzelne Wörter. Ähnliche Satzstrukturen und die selben Wörter kamen plötzlich mehrmals hintereinander vor, die richtig komplizierten Sätze wurden seltener. Gleichzeit musste ich mehr von Französisch nach Deutsch übersetzen als umgekehrt, was natürlich viel leichter ist. Zu Anfang hatte sich das in etwa die Waage gehalten. Leider kann ich nicht sagen, ob das jetzt ein A/B Test ist oder schon für alle eingeführt. Was ich sagen kann, ist, dass ich nicht so viel gelernt habe, aber dass es mir so leichter gefallen ist und ich die Dinge, die ich gelernt habe, besser gelernt habe. Wie viel davon allerdings auf das Konto meines geänderten Lernverhaltens geht und wie viel auf die Änderungen bei Duolingo selbst, kann ich gar nicht abschätzen, weil beides etwa gleichzeitig eintrat.

Ich hoffe jetzt, dass mein Beobachtung richtig war und die Sätze mit mehr Wiederholungen wirklich komplexer werden. Eins ist jedenfalls klar, auch wenn man den Baum vollständig durchlaufen hat, ist man noch lange nicht fertig damit. Die Fähigkeiten werden auch weiterhin neu geübt und vergoldet werden müssen und vom Stoff her habe ich den Apfel dieses Erkenntnisbaumes gerade mal angebissen, aber noch lange nicht völlig geschluckt und verdaut.

 

Frisch geschlüpft: Die Versuchung

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von Franz Werfel (1890-1945)

gelesen von:
Der Dichter – Gaby
Satan – Boris
Der Erzengel – Karlsson
Bühnenanweisungen – Availle
Audioschnitt: Availle

Der Dichter steht am Rande der Wüste und hadert mit dem Schicksal. Satan erscheint und bietet ihm Ruhm, Ehre, Bewunderung, Leidlosigkeit,… Wird der Dichter darauf eingehen, oder ist er mit dem zufrieden was nur der Erzengel ihm geben kann?

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Frisch geschlüpft: Nuremberg Trial

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Trial of the Major War Criminals Before the International Military Tribunal, Nuremberg, 14 November 1945-1 October 1946: Vol. I

Recognizing the importance of establishing for history an authentic text of the Trial of major German WWII war criminals, the International Military Tribunal, consisting of members from Great Britain, the USA, Russia, and France, directed the publication of the Record of the Trial. This volume contains basic, official, pre-trial documents together with the Tribunal’s judgment and sentence of the defendants. (Summary based on the trial preface)

Ein wichtiges Zeitzeugnis im Audioformat. Download bei LibriVox