Frisch geschlüpft: Das grüne Haus

von Paula Dehmel (1862-1918), gelesen von Eva K.

Die Erzählerin wohnt in einem grünen Haus, zusammen mit ihren drei Kindern und dem Dackel Dido. In ihrem Garten steht ein besonderer Nussbaum. Wenn sie sich abends unter seine Krone setzt und den Kopf an seinen Stamm lehnt, säuseln ihr die Blätter die wunderbarsten Geschichten zu. Das sind Geschichten von Kindern und Erwachsenen, vom Leben und Sterben, von Liebe, Freundschaft und Ablehnung, von der Natur, Gott und der Welt. Sehr erwachsene Themen hat Paula Dehmel mit erstaunlichem Fingerspitzengefühl für Kinder im Schulalter aufbereitet. (Zusammenfassung von Eva K.)

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Meine Bibliothek zieht um

1.000 Bücher wandern von Hand zu Hand

Startschuss für den Umzug der Stadtbibliothek fällt am 24. Juli

„Glückskind“ von Steven Uhly wird als erstes Buch am Freitag, 24. Juli, die Reise durch 1.000 Hände antreten. Die Geschichte, die zuletzt im Mittelpunkt von „Hanau liest ein Buch“ stand, wird damit quasi die Rolle des Wegbereiters einnehmen für die 999 Exemplare, die ihm folgen und von Hand zu Hand wandern, um schließlich im künftigen Domizil im Kulturforum seinen neuen Platz zu finden.

Alle Hanauerinnen und Hanauer, alle Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek sind aufgerufen, am Freitag um 12 Uhr auf den Schlossplatz zu kommen, um dort einen Platz in der „Bücherkette“ einzunehmen. Mit dieser Aktion am vorletzten Tag vor der endgültigen Schließung soll der spektakuläre Startschuss für den Umzug der Hanauer Stadtbibliothek in ihre neuen Räume fallen. Rund 500 Menschen müssen sich dafür gemeinsam mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky auf der Markierung zwischen Schloss- und Freiheitsplatz aufstellen, um anschließend gleich einer „Löschkette“ Buch für Buch weiterzureichen wie sonst die in früheren Tagen mit Wasser gefüllten Eimer.

493 Meter beträgt die Distanz zwischen altem Kanzleigebäude und neuer Stadtbibliothek auf dem Freiheitsplatz, so die Leiterin der Bibliothek, Beate Schwartz-Simon und ergänzt, dass sich bisher schon rund 200Menschen gemeldet haben. Sie ist nach eigenen Worten aber zuversichtlich, dass die Hanauer Bürgerschaft die alte Bibliothek mit der „Bücherkette“ gebührend verabschieden und sich an der Umzugsaktion beteiligen wird. Als Dank für die tatkräftige Unterstützung erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bücherkette eine der orangefarbenen Taschen mit dem Aufdruck „Umzugshilfe 2015“.

Am Ende werden es 157.365 Romane, Sachbücher, Lexika, Bilderbücher, Filme und CDs gewesen sein, die den Weg aus den alten Räumen am Schlossplatz ins neue Kulturforum gefunden haben. Darüber hinaus müssen auch unzähligen Medien wie Computerspiele, CDs und DVDs eingepackt und umgesiedelt werden. „Da wartet noch ein großes Stück Arbeit auf uns,“ so die Bibliotheksleiterin. Rund sieben Wochen müssen die Hanauerinnen und Hanauer deshalb auf die Ausleihe vor Ort verzichten. Schwartz-Simon ermuntert deshalb bereits seit einiger Zeit ihre Kundschaft, sich für einen langen Sommer vorab mit Lesestoff einzudecken. „Wir haben die Ausleihfristen eigens dafür verlängert und Beschränkungen in der Anzahl der auszuleihenden Medien aufgehoben.“

viaStadt Hanau | presse-service.de.

Märchenmontag 20: Noch mal W.H. Robinson

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Heute zeige ich Euch die schwarz/weiß Abbildungen aus dem Buch, das wir letzte Woche schon hatten. Hans Christian Andersen’s Fairy Tales illustriert von W. Heath Robinson. Ich finde sie noch besser als die farbigen. Das Appetithäppchen oben ist eins meiner Lieblingsbilder. Es illustriert ein ziemlich unbekanntes Märchen: Schlammkönigs Tochter. Die Illustrationen dazu sind alle ganz besonders schön und haben mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Es fängt auch ganz wunderbar an – die Geschichte wird aus der Perspektive von Störchen erzählt. Es geht um ein magisches Federkleid und miese Schwestern, einen bösartigen Sumpfgeist und eine unglückliche ägyptische Prinzessin. Andersen schwelgt in seiner wunderbaren Fabulierkunst. Doch dann mutiert ihm das Märchen zu einer Missionsgeschichte und das extrem christlich-protestantische Ende verdirbt den großartigen Anfang. Man müsste diesen schönen Stoff wirklich mal neu erzählen.

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Die besten Bilder könnt Ihr Euch hier in einer Slideshow ansehen.

Die Illustrationen sind so schön, dass auch deutschsprachige Leser etwas davon haben sollen. Deshalb gibt es sie jetzt kombiniert mit einer gemeinfreien deutschen Übersetzung der Märchen als eBook. Das Layout hat Brucewelch von MobileRead besorgt. Ich hätte es allein nicht halb so schön hingekriegt. Dankeschön!

Das Ebook und ein pdf mit den farbigen Abbildungen könnt Ihr Euch hier abholen.

Den original Scann mit allen s/w und farbigen Abbildungen gibt es bei Archive.org.

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Märchenmontag 19: W. Heath Robinson

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Der englische Illustrator und Karikaturist William Heath Robinson (1872-1944) ist am bekanntesten für seine Zeichnungen von absurd komplizierten Maschinen, die man im Englischen immer noch als Heath Robinson contraptions bezeichnet.

Heute zeige ich Euch seine farbigen Illustrationen zu Andersen Märchen von 1912. Eine kleine Vorschau seht Ihr oben, weitere gibt es in dieser Slideshow.

Für dieses Buch hat Robinson noch eine weit größere Anzahl schwarz-weiß Illustrationen gemacht, die mir noch viel besser gefallen. Die zeige ich Euch nächste Woche.

Bei LibriVox arbeiten wir gerade an einer Sammlung von Andersens Märchen, einem „Ergänzungsband“ mit eher unbekannten Erzählungen.