Der Tod und das Mädchen

von Matthias Claudius (1740-1815)

DAS MÄDCHEN:
Vorüber! Ach, vorüber!
Geh wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh Lieber!
Und rühre mich nicht an.

DER TOD:
Gib deine Hand, du schön und zart Gebild!
Bin Freund, und komme nicht, zu strafen.
Sei gutes Muts! ich bin nicht wild,
Sollst sanft in meinen Armen schlafen!

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Frisch geschlüpft: Das Bombardement von Åbo

von Carl Spitteler (1845-1924), gelesen von Carolin Ksr

Dies ist eine leicht absurde Erzählung über das Bombardement der finnischen Stadt Åbo durch die Briten, und wie es die Leben des Gouverneurs General Baraban Barabanowitsch, das seiner Frau, und das Leben der Köchin Agafia und deren finnischen Verlobten Tullela verändert. – (Zusammenfassung von Carolin)

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Frisch geschlüpft: Die Totenhochzeit

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Nathaniel Hawthorne (1804-1864), übersetzt von Franz Blei (1871-1942), gelesen von Bernd Ungerer

Vier Erzählungen von einem Meister unheimlicher Literatur. Zusammen mit Hermann Melville und Edgar Allan Poe zählt Hawthorne zur ‚dunklen‘ amerikanischen Romantik. ‚Moby Dick‘ von Hermann Melville ist Nathaniel Hawthorne gewidmet. (Zusammenfassung von B. Ungerer)

Die Höhle der drei Hügel

Der große Karfunkel

Die Totenhochzeit

Peter Goldthwaite’s Schatz

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Frisch geschlüpft: Die Frauen und ihr Beruf

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von Luise Bücher (1821-1877), gelesen von von Librivox Freiwilligen

Luise Büchner war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. In ihrem Buch „Die Frauen und ihr Beruf“, erstmals erschienen 1855, vertritt sie vehement die Meinung, daß Mädchen und Knaben die gleiche Bildung erlangen sollen. Darüber hinaus legt sie ihre Vorstellungen zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Frauen dar, und schreibt beispielsweise über den Segen der Arbeit für Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Im Vorwort zur 1. Auflage schreibt Luise Büchner: Die nachfolgenden Blätter erheben keinerlei Anspruch darauf, für eine pädagogische Schrift zu gelten: ihr einziger Zweck ist der, anzuregen und ein ungefähres Ideal dessen aufzustellen, was die Frau der heutigen Zeit für sich erstreben sollte. Wenn wir uns erst klar über die Endpunkte einer Frage sind, die man heute so lebhaft hin und her erörtert, dann wird es der eigentlichen Erziehung ein Leichtes sein, die Wege aufzufinden, welche dahin führen.
Diese Aufnahme ist von der 4. Auflage 1872.

 

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Frisch geschlüpft: Lausbubengeschichten

von Ludwig Thoma (1867-1921), gelesen von Klaus Neubauer

Humorvoll berichtet der Schüler Ludwig von seinen Streichen wider Scheinheiligkeit und falsche Autorität in Bayern zur Zeit König Ludwigs. – Zusammenfassung von KlausN

 

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Frisch geschlüpft: Falsches Geld

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von Arthur Zapp (1852-1925), gelesen von Friedrich

Kriminalroman nach den Mitteilungen eines Kriminalkommissars.

Arthur Zapp war ein „Vielschreiber“, der zu seinen Lebzeiten sehr bekannt war und auch viel gelesen wurde. Eine gewisse Trivialität ist seinen Werken nicht abzusprechen.
Im vorliegenden Roman beschreibt Zapp detailliert und spannend die Ermittlungs- und Auflkärungsarbeiten zur Aushebung eines Falschmünzerringes.
Die Möglichkeiten der Kriminalpolizei waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entsprechenden dem damaligen technischen Entwicklungsstand sehr beschränkt.
Observation von Personen und Objekten, Vernehmung von Straftätern, Analyse von Strafprozessakten und der Einsatz verdeckter Ermittler waren zu einer Zeit, in der die Kriminal- und Kommunikationstechnik noch in den Kinderschuhen steckten, die erfolgversprechendsten Aktivitäten zur Verbrechensaufklärung.
Der Roman macht deutlich, dass die Kriminalbeamten – oft unter Zurücksetzen privater Interessen – mit viel Ausdauer und operativem Geschick arbeiten mussten, um Verbrechen, die von ebenfalls geschickten, gut organisierten Verbrechern begangen wurden, aufzuklären. (Zusammenfassung von Friedrich)

 

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Frisch geschlüpft: Das Geheimnis der alten Mamsell

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von Eugenie Marlitt (1825-1887)

Als die Ehefrau des Zauberkünstlers Orlowsky bei einem tragischen Unfall stirbt, wird ihre vierjährige Tochter Felicitas von der großbürgerlichen Familie Hellwig aufgenommen, sehr gegen den Willen von Frau Hellwig, denn „das Spielerskind“ ist in ihren Augen ein sündiges Geschöpf, dem sich noch nicht einmal der liebe Gott erbarmen kann. Als Kommerzienrat Hellwig stirbt, ist Fee der herzlosen Frau und deren bigotten Ansichten ausgeliefert. Von nun an wird sie wie ein Dienstmädchen behandelt und unter dem Vorwand einer streng christlichen Erziehung wird ihr Bildung und persönliche Entwicklung verwert. Nur bei der alten Mamsell, einer Verwandten der Familie, die abgeschieden im Dachgeschoss lebt, findet Fee Verständnis und Zuneigung. Ein Geheimnis umgibt die gütige, gebildete Frau, das im Lauf der Geschichte gelüftet wird. Auch die Liebe spielt eine Rolle. Sie taucht ungebeten da auf, wo man sie gar nicht suchen würde.

Die Bücher von Eugenie Marlitt sind Unterhaltungsromane auf handwerklich und sprachlich hohem Niveau. Die Autorin hält in ihrem 1867 erschienen Roman einer bigotten, selbstgefälligen „besseren Gesellschaft“ den Spiegel vor und kritisiert soziale und politische Missstände der Zeit.

 

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eBook bei MobileRead

Buchpläne 2015

Nach all den Rückblicken der letzten Tage fangen ich das Jahr lieber mit einer Vorschau an. Pläne gibt es viele. Es mag interessant sein, in 12 Monaten nachzusehen, welche Wirklichkeit geworden sind.

Um gleich mit dem dicksten Brocken anzufangen: Mit Die Ahnen von Gustav Freytag habe ich einiges vor. Das Buch hat es ganz und gar nicht verdient, als ungelesener Bildungsbeweis im Regal Staub anzusetzen. Es ist tatsächlich sehr interessant und spannend. Zum einen haben wir bei LibriVox angefangen, den ersten von 6 Bänden aufzunehmen. Erfahrungsgemäß wird es ungefähr ein Jahr dauern, bis das Projekt fertig ist. Jeder ist herzlich eingeladen, dabei mitzuhelfen. Hier auf dem Blog möchte ich für jeden Band eine Zusammenfassung und Kurzbesprechung schreiben. Man findet im Netz kaum etwas darüber. Dazu muss ich aber erst mal alle Bände lesen, bisher kenne ich nur die Hälfte. Das eBook gibt es komplett bei MobileRead.

Ein weiterer Autor, der mich durch das neue Jahr begleiten wird, ist Gustav Meyrink. Mein aktuelles Solo bei Legamus! beinhaltet späte Erzählungen von ihm. Parallel dazu ist ein eBook in Arbeit, dass Meyrinks Spätwerk sammelt. Es sind einige Erzählungen und ein Romanfragment darunter, die es bisher noch nicht im Netz gibt. Das ist eine Baustelle aus dem letzten Jahr und wird hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Kein wirklicher Plan aber eine Idee im Hinterkopf ist die Hörbuchversion der Goldmachergeschichten (dazu auch das eBook) und des Wachsfigurenkabinetts.

Eine weitere Altbaustelle ist die Übersetzung von Mrs Zant and the Ghost, einer Erzählung von Wilkie Collins. Sollte die endlich fertig werden, gibt es die dann auch als Hörbuch und eBook. Allerdings arbeite ich daran schon seit Jahren …

Lesen möchte ich mehr von Leo Perutz, auf den ich erst vor kurzem durch eine Empfehlung aufmerksam geworden bin. Gerade lese ich Nachts unter der steinernen Brücke von ihm, bis jetzt gefällt es mir sehr gut, mehr dazu, wenn ich durch bin. Perutz ist allerdings noch lange nicht gemeinfrei, also kein Hör- oder eBook für die nächsten +- 20 Jahre.

Schreiben möchte ich noch das eine oder andere Autorenportrait, fest auf der Liste steht Eugenie Marlitt, der Autorin des heute frisch katalogisierten LibriVox Projekts. (Frisch geschlüpft Beitrag kommt gleich im Anschluss.)

Und schließlich soll es auch noch ein paar Häkelkrimi-Beiträge geben.

Und schließlich ist ja heute auch Public Domain Day. Mit dem heutigen Tag sind die Werke aller 1944 gestorbenen Autoren in die Gemeinfreiheit entkommen. Da gibt es bestimmt viel Neues zu lesen und zu entdecken. Bei Wikisource gibt es eine Liste. Viele Menschen auf dieser Liste sind in KZs umgebracht worden.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins neue Jahr, viel Lesezeit und spannende, inspirierende Lektüre, ob nun Papier- oder eBuch, mit den Augen oder mit den Ohren gelesen – ganz egal. Hauptsache Bücher!