Frisch geschlüpft: Papilio Mariposa

von Oswald Levett (1884 – 1942), gelesen von crowwings Ramona Deininger-Schnabel

Der Ich-Erzähler und Rechtsanwalt rettet einen jungen, missgestalteten Mann vor dem Todesurteil eines Militärgerichts. Jahre später trifft er den Dankbaren unter dem neuen Namen Papilio Mariposa wieder. Es entspinnt sich eine ungleiche Freundschaft, in deren Verlauf der genial begabte Mariposa sich immer mehr seinen Forschungen über Schmetterlinge hingibt. Als Mariposa spurlos zu verschwinden scheint und sich die Meldungen über menschengroße Insekten, ja angebliche Vampirangriffe häufen, kommt dem Freund ein furchtbarer Verdacht …
Eine Mischung aus Frankensteins Forscherwahn und den Qualen seines Monsters, sowie Kafkas “Metamorphosen” Skurrilität von dem weithin unbekannten und unterschätzten Autor Oswald Levett. (Zusammenfassung von crowwings)

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Nebensache: Barockmusik mal wieder

Nicht viel Bibliophiles dieser Tage, mir ist gerade nicht so literarisch zu Mute. Dafür drei Hinweise aus meinem Audio-Reisekatalog http://www.worldconcerthall.com/

Händels Messias gibt es gleich zwei mal in der nächsten Woche, am 18.12. aus Kopenhagen, und am 19.12. aus London.

Morgen Abend, 14.12., gibt es aus Danzig das Konzertprogramm Venezia mit Max Emanuel Cencic und Il Pomo d’Oro. Hab die CD, hab das Konzert schon von drei verschiedenen Orten als live Übertragung gehört, aber es ist so großartig, dass ich’s mir morgen nochmal anhören werde.

Frisch geschlüpft: Der Froschmäusekrieg

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von Franz Xaver Weinzierl und Victor Blüthgen, gelesen von Karlsson

Der Froschmäusekrieg ist eine humorvolle Parodie auf die homerischen Epen. Ganz im klassischen Stil wird hier ein blutiger Krieg zwischen den Völkern der Frösche und der Mäuse geschildert.

Das kleine Epos wurde früher Homer zugeschrieben, der tatsächliche Autor ist unbekannt. Als Entstehungszeit gilt das erste vorchristliche Jahrhundert. Der Stoff wurde vielfach übersetzt, nacherzählt und bearbeitet. Diese LibriVox-Aufnahme enthält zwei Fassungen. Die erste ist eine Übersetzung von Franz Xaver Weinzierl von 1804, originalgetreu und klassisch in Sprache und Versmaß. Eine freiere Nachdichtung in alten deutschen Kinderreimen ist hingegen die volkstümliche Adaption Victor Blüthgens von 1878. Seine launischen und hintersinnigen Verse, mit originellen Bildern von Fedor Flinzer wunderbar illustriert, werden der parodistischen Form des Urtextes mindestens ebenso gerecht. Beide Fassungen haben ihren eigenen Reiz und finden daher nebeneinander in dieser LibriVox-Edition ihren Platz. (Zusammenfassung von Karlsson)

 

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Ich hatte das große Vergnügen, Probehörern für dieses Projekt zu sein und kann Euch die Aufnahmen nur wärmstens ans Herz legen. Weinzierls Übersetzung des Epos hat mir  besonders großen Spaß gemacht!

Auf der LibriVox Katalogseite gibt es die beiden Texte auch als pdf zum selbst Nachlesen. Die Variante von Blüthgen hat ganz entzückende Illustrationen.

Frisch geschlüpft: Die grüne Nachtigall

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und andere Novellen von Michail Kusmin (1872-1936), übersetzt von Alexander Eliasberg (1878-1924), gelesen von Friedrich.

Die Sammlung dieser Novellen soll den Dichter Kusmin – der eigentlich Komponist war – dem Zuhörer bekannt machen.

Kusmins Helden sind (fast) ganz normale, sympathische und liebenswerte Menschen. Aber durch kleine Missverständnisse, die meist auf Mangel an Kommunikation zurückzuführen sind oder durch winzige persönliche „Macken“ geraten sie meist selbstverschuldet in nicht alltägliche Situationen, und der Leser ist geneigt, mit ihnen Mitleid zu haben. Der Autor erzählt mit viel Einfühlungsvermögen und ein wenig Ironie kurzweilige Geschichten, wie wir sie täglich erleben könnten. (Zusammenfassung von Friedrich)

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