Als ich am letzten Samstag … Des Dramas zweiter Teil

Nein, das Buch ist immer noch nicht bestellt und wird nur in Form eines Gutscheins auf dem Gabentisch liegen.

Als ich heute morgen in der etwas weiter entfernten Buchhandlung war, sah es dort so aus, wie man sich eine Buchhandlung kurz vor Weihnachten vorstellt, viele Kunden im Laden, zwei Buchhändlerinnen, die berieten, verpackten, bedienten. Ich fragte nach meinem Buch. Schlechte Karten, der Großhändler führt es nicht. ABER man könne es direkt beim Verlag bestellen, das könne allerdings bis Januar dauern, so die kompetente Auskunft.

Wenn es denn eh nicht bis zum Fest zu haben ist (mein Fehler, hätte mich ja früher kümmern können), kann ich eigentlich erst mal hören, ob der zu Beschenkende das Buch nicht etwa schon hat. Wenn ich über den Buchhandel bestelle, kann ich ja nicht zurück geben.

Auf dem Rückweg kam ich sowieso an dem anderen Buchladen vom Samstag vorbei. Vielleicht, so dachte ich, hat man da ja noch eine Idee. (Irgend ein Plus muss der Laden doch haben.) Der Laden war leer. Die gelangweilte Buchhändlerin schien sich aber dennoch durch mich gestört zu fühlen. Nein, über den Großhandel gäbe es das Buch nicht mehr, sei ja auch von 2011. Das würde schon bei Amazon gehandelt, nichts zu machen.

???

Was sie wohl meinte, war, dass das Buch über den Marketplace verkauft wird. Da kriegt man aber auch ganz frische Bücher. So wirklich verstehe ich diese Aussage nicht. Was bei mir ankam war jedenfalls: Kaufs bei Amazon. Belästige mich nicht mit Deinen sonderbaren Sonderwünschen. Von einer Buchhändlerin. Und wenn ich mich nicht täusche, war das sogar die Inhaberin des Ladens höchst selbst.

Hab dann doch mal bei A… geschaut. Sechs Marketplace Anbieter haben mein Buch, zwei davon würden versandtkostenfrei liefern und versprechen mir das Buch sogar bis morgen früh. Das ist verlockend. Sehr.

Ich werde es aber trotzdem nicht machen. Ich mag A… nun mal ganz und gar nicht und das einzige, was ich da tun kann, ist nicht da kaufen. Natürlich mag ich Service, aber der Preis dafür ist mir zu hoch, zumal ich selbst ihn ja nicht bezahle. Das tun die Mitarbeiter in den Lagern und bei den Päckchentransporteuren. Ich würde selbst so nicht arbeiten wollen. Warum sollte ich mit meinem Verhalten dazu beitragen, dass andere so arbeiten müssen, weil es keine besseren Jobs mehr gibt? Kommt nicht in Frage.

Also werde ich einen hübschen Gutschein basteln und hoffen, dass sich der Beschenkte auch darüber freut. Und wenn er das Buch doch schon hat, kann er sich ein anderes aussuchen. Das werde ich dann nach den Feiertagen bei der weiter entfernten kompetenten Buchhandlung bestellen. Denn einen Buchladen möchte ich auf jeden Fall in unserer Kleinstadt behalten.

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3 Gedanken zu „Als ich am letzten Samstag … Des Dramas zweiter Teil

  1. Du könntest vielleicht beim nächsten Mal bei booklooker.de schauen, da sind hauptsächlich private Anbieter. Aber der Gutschein ist mit Sicherheit sehr willkommen, also viel Freude beim Verschenken, und frohe Weihnachtstage!

    • Booklooker ist natürlich immer ein guter Tipp, vor allem bei nicht mehr ganz aktuellen Büchern, aber eine Woche Zeit sollte man da schon einplanen, selbst wenn es gut läuft und die Post zügig transportiert.
      Auch Dir schöne Feiertage 🙂

  2. Mit booklooker habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, desgleichen mit Abebooks, wo recht viele Antiquariate und andere gewerbliche Anbieter sind.
    Ein Gutschein ist doch auch was Feines. 🙂
    Schöne Weihnachten. xx

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