Theodor Storm: Ein Doppelgänger

Der Doppelgänger stand schon einige Zeit auf meiner Lesen-will-Liste. Dank dieses gelungenen Beitrags von Buchwolf kommt er ungelesen auf die Vorlesen-will-Liste.

buchwolf

Wolfgang Krisai: Haus im Waldviertel. Aquarell. 1987.

Theodor Storms Erzählung „Ein Doppelgänger“ schlägt den Leser sofort in ihren Bann. Mit geschickten Mitteln wird Spannung aufgebaut. Der Ich-Erzähler, ein junger Mann aus Norddeutschland, der eine Reise in den Süden des Landes getan hat, lernt im Wirtshaus einen freundlichen Oberförster kennen, der ein seltsames Interesse an ihm entwickelt. Die beiden vertiefen sich in eine angeregtes Gespräch, und schließlich bittet der Förster den jungen Mann, doch auf ein paar Tage bei ihm zu Gast sein zu wollen. (Selige Zeiten, wo einem dies auf Reisen passieren konnte.) Der Mann willigt ein und begibt sich am nächsten Tag zu Fuß in die Försterei. Nicht ohne sich zuvor beim Wirt nach dem Förster erkundigt zu haben. Von diesem erfährt er, dass der Oberförster wohl deshalb Interesse gezeigt habe, weil der Gast und die Frau des Försters vermutlich aus derselben Stadt kämen.

Der Erzähler kann sich beim besten Willen nicht an eine Dame des…

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Abenteuer und Magie

55 Novellen von Karl Federn (1868-1943)

Dieser Titel muss Hokuspokus natürlich neugierig machen, also habe ich mich gleich darauf gestürzt, als ich die beiden Bände neulich bei Gutenberg DE fand – und war ein bisschen enttäuscht, als es nicht so wirklich abenteuerlich oder fantastisch wurde.

Bis jetzt habe ich nur ein paar der Novellen gelesen, und wundere mich, warum Federn heute so unbekannt ist. Nein, eigentlich wundere ich mich nicht. Was Themen und Ausführung angeht, erinnern die Novellen an Maupassant und Schnitzler, das ist es wohl. Sie sind nicht ganz originell genug, um 100 Jahre überdauern zu können, obwohl sie tatsächlich heute noch aufgelegt werden und über den Buchhandel zu beziehen sind.

Da ist die Geschichte vom Pfau von Irville, wo der Freiheitsdrang besagten Vogels eine Familientragödie heraufbeschwört. Oder die Geschichte eines italienischstämmigen k & k Offiziers, der in einen unlösbaren Gewissenskonflikt gerät. Oder die Geschichte von den schrecklichen Folgen eines vermiedenen Duells.

Die 55 Novellen der Ausgabe von 1926 scheinen schon 1912/13 zusammen mit anderen unter dem Titel Hundert Novellen erschienen zu sein. Der reißerische Titel der 1926er Ausgabe ist irreführend, was schade ist, denn mit diesem Etikett  kommen die Novellen schwerer an die richtigen Leser. Wer Maupassant und Schnitzler mag und ein Freund der kurzen Form ist, liegt mit Federn nicht ganz falsch. Ich bin jedenfalls gar nicht mehr enttäuscht, sonder freue mich über meinen Fund. Viel zu Schade, um vergessen zu werden. Darum gibt’s das ganze jetzt auch als eBook bei Mobileread.

eBook bei MobleRead

 

 

Frisch geschlüpft: Irrungen, Wirrungen

von Theodor Fontane (1819-1898), gelesen von Hans Hafen

Die Geschichte spielt im Berlin der 1870er Jahre. Die hübsche und pflichtbewusste Lene wohnt mit ihrer alten Pflegemutter Nimptsch in einem kleinen Häuschen. Bei einer Bootspartie lernt sie den gesellschaftlich gewandten und unterhaltsamen Baron Botho von Rienäcker kennen. Im Laufe des Sommers kommen sich die beiden näher. Doch der große Standesunterschied erweist sich als Hindernis für ihre Liebe.

Wikipedia schreibt:

Der Roman erschien im Jahre 1887 zunächst in der Vossischen Zeitung und stieß bei den Lesern fast durchgängig auf Kritik, ja heftige Ablehnung. Selbst einer der Mitinhaber der Vossischen Zeitung äußerte der Schriftleitung gegenüber: „Wird denn die gräßliche Hurengeschichte nicht bald aufhören?“

Heute ist nur noch schwer nachvollziehbar, dass das Liebesverhältnis zwischen Lene und Botho als zu freizügig angesehen wurde. Auf Ablehnung stieß nicht nur, dass der Roman eine Beziehung zeigt, die keine Standesschranken respektiert. Als problematisch empfunden wurde vor allem, dass Fontane die Frau aus niederem Stand nicht nur als gleichwertig, sondern in mancher Hinsicht sogar als moralisch überlegen darstellt.

Hörbuch Download bei LibriVox

 

Priester und Detektiv

(rebloggt, sozusagen)

von Peter Panter (Kurt Tucholsky) in Die Weltbühne, 10.06.1920

Der lustige Fall, daß einer einen kleinen Religionstraktat schreibt und Detektivgeschichten und nachdenklich-unterhaltsame Betrachtungen über den europäischen Gesellschaftskörper, und das alles in einem hin –: dieser Fall ist wirklich eingetreten. Wer anders kann das getan haben als unser guter dicker alter Chesterton? Habt ihr einmal ein Bild von ihm gesehen? Ihr solltet das nicht versäumen. (Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft – das ist eine Weltanschauung.) Der Dicke also, dem der Krieg viel von seiner schönen antiken Ruhe raubte, also daß es geschah, daß er statt guter Erkenntnisse mit giftigen Invektiven aufwartete – im Gegensatz zu Wells, im Gegensatz zu Shaw, die beide mehr nachgedacht hatten – der Dicke also hat vor Jahren ein Buch vom Vater Brown geschrieben, das nun übersetzt vorliegt. (›Priester und Detektiv‹, bei Friedrich Pustet zu Regensburg und Köln, 1920.)

In den Geschichten geht es so her: ein ganz verwickelter und böser Kriminalfall harrt seiner Lösung – niemand weiß aus noch ein. Da kommt ganz zufällig, gerufen oder ungerufen, der bescheidene, unauffällige und kleine Vater Brown dazu, ein Priester, ein Sohn der katholischen Kirche, kommt, sieht, schweigt und siegt. Dieser Sherlock Holmes ist katholisch – ich hätte nie geglaubt, daß Sellerie und Spargel nebeneinander möglich wären. Es schmeckt. Es schmeckt sogar sehr gut.

Spaßig und neu ist an den Geschichten natürlich nicht die Fabel. Das kennen wir nun bis zur Übermüdung, und jeder einigermaßen gewandte Groschenjournalist in Deutschland und auf der ganzen Welt dürfte wohl nachgrade fähig sein, dergleichen zu erfinden. Spaßig ist das Beiwerk (wie fast immer in dieser Art Geschichten). Spaßig ist der unnachahmliche Chestertonsche Humor. »Glauben Sie nicht«, sagt einer, »daß es Sünde ist, Fünfpfennig-Brötchen zu essen? Man sollte sie wachsen lassen, bis sie Zehnpfennig-Brötchen geworden sind . . . « Spaßig sind die kleinen, scheinbar unabsichtlich eingestreuten Privatkollegs über Soziologie und das bürgerliche Leben. Als ob ich den berliner Westen vor mir sehe, den berliner Westen, wie er mit seinen Dienstboten umgeht, so ist mir, wenn ich das da lese: Es ist die Rede davon, daß in ein sehr vornehmes Diner ein Kellner hereinplatzt, offenbar mit irgendeiner Schreckensnachricht. »Der Kellner stand und starrte einige Sekunden, während auf jedem Gesicht am Tisch eine eigentümliche Scham zutage trat, durchaus ein Erzeugnis unsrer Zeit. Es ist die Vermischung des modernen Menschlichkeitsdusels mit dem schrecklichen modernen Abgrunde zwischen den Seelen der Reichen und der Armen. Ein echter historischer Aristokrat würde dem Kellner alles Mögliche an den Kopf geworfen haben, anfangend mit leeren Flaschen und aufhörend wahrscheinlich mit Bargeld. Ein echter Demokrat würde mit kameradschaftlicher Gradheit in der Stimme gefragt haben, was zum Teufel er denn habe. Aber diese modernen Plutokraten konnten einen armen Mann nicht in ihrer Nähe vertragen, weder als Sklaven noch als Freund. Brutal wollten sie nicht sein, und wohlwollend sein zu wollen, davor schreckten sie zurück.« Warum wohl nicht? Ist es das Gefühl einer Schuld . . . ? Und wie famos, wenn manchmal in zwei Sätzen so ein Wurfgeschoß daherflitzt: »Ich finde, daß Leute, die Diamanten stehlen, nicht von Sozialismus reden. Sie sind eher von jener Art, die ihn ablehnen.«

Von Berlin nach Hannover – und wenn ihr einen Sitzplatz bekommt und dieses Buch und wenn euch keine dicke Frau ihr Kind so lange zu halten gibt (ihr seid sicherlich Intellektuelle, also fahrt ihr Dritter) – für so eine Eisenbahnfahrt ist dieser Chesterton grade recht. Man kann ihn aber auch auf dem festen Lande lesen.

Und sollte dann nicht versäumen, die andern, ernsten Werke von ihm zu studieren: ›Häretiker‹ und ›Orthodoxie‹. Und das lustige: ›Der Mann, der Donnerstag war‹.

Hörbuch Priester und Detektiv bei LibriVox

Chesterton bei LibriVox

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Nebensache: Oper für die Ohren

World Concert Hall – live Musik aus der ganzen Welt

Immer diese Entscheidungen! Almira von Händel in Hamburg, Monteverdis Madrigalen in Prag oder Leucippo von Hasse in Schwetzingen. All das könnte ich morgen erhören.

Nicht, dass plötzliche der Reichtum bei mir ausgebrochen wäre und ich mal eben nach Hamburg oder Prag jetten könnte, das leider nicht. Aber mit den Ohren kann ich hin, und dass noch ganz umsonst*. Die Konzerte oder Aufführungen werden im Radio übertragen und via Internet gestreamt. Das ist sooo coool!

Mein virtueller Audioreisekatalog ist dabei http://www.worldconcerthall.com/ Unter Schedule gibt es das Programm der nächsten 7 Tage mit einem direkten Link zum Stream, sobald die Übertragung anfängt. Das Programm erstreckt sich über den gesamten Bereich der Klassik im weitesten Sinne, Renaissance und Frühbarock, meine geliebte Barockoper, Mozart, Beethoven, Verdi, Puccini bis hin zu Welturaufführungen moderner Komponisten, was das Herz begehrt, von überall auf der Welt.

Und was höre ich jetzt morgen? Hm, wahrscheinlich Leucippo in Schwetzingen. Hasse lerne ich gerade erst kennen und Concerto Köln ist ein ausgezeichnetes Barock Ensemble. Außerdem habe ich Vasily Khoroshev, der den Leucippo singt, letztes Jahr live erlebt und er hat mir gut gefallen. Nach dem, was die Badische Zeitung schreibt, hätte mir die Inszenierung wohl nicht gefallen, aber es ist ja (zum Glück) diesmal nur Oper für die Ohren.

* Na ja, nicht ganz umsonst, aber das sind mal gut angelegte Rundfunkgebühren.

Frisch geschlüpft: Nocturno

von Kurt Kluge (1886-1940)

gelesen von Hokuspokus

Der Ich-Erzähler, mutmaßlich Schriftsteller, verbringt wegen eines Schneesturms eine Nacht im Gasthof zu Hildburghausen. Angeregt durch zwei Portraits in seinem Zimmer und durch die Lektüre eines alten Beitrags in der Zeitschrift Die Gartenlaube imaginiert er die Ereignissen um die sogenannte Dunkelgräfin, die einige Wochen in diesem Gasthof gewohnt hat und nun schon lange auf der anderen Seite des Tals in ihrem geheimnisvollen Grab ruht. Sein Wirt glaubt fest, die Unbekannte war Marie Thérèse Charlotte, die Tochter von König Ludwig XVI. und Marie Antoinette. Doch alles ist ungewiss.

Download bei Legamus

Die Dunkelgräfin hat mich in ihren Klauen, oder eher in ihren schmalen weißen Händchen, aber los lässt sie mich trotzdem nicht. Die Novelle von Kurt Kluge habe ich gleich gelesen, nach dem ich sie verebookt hatte und war ganz entzückt davon. Wie in einer Schneekugel präsentiert uns Kluge, was damals geschehen sein könnte, Szene um Szene zieht im wirren Flockengestöber des Schneesturms aus der Rahmenhandlung an unserem Blick vorbei. Das musste ich unbedingt aufnehmen! Für unvorbereitete Hörer/Leser ist die Handlung vielleicht zu sprunghaft und zerrissen, aber wenn man den Hintergrund der Geschichte auch nur ein bisschen kennt, ist Kluges Umsetzung sehr gelungen. Die wenigen sichere Fakten schwirren ja tatsächlich durcheinander wie die Flocken in einer Schneekugel und immer noch ist alles ungewiss.

Brieffreundschaft

Es lebte einst ein Jurist mit großer Familie in Hussum und wechselte Briefe mit einem Junggesellen in Zürich, der einmal Maler hatten werden wollen, 10 Jahre lang. Die beiden lernten sich nie persönlich kennen und hatten abgesehen von zwei oder drei Freunden nur eines gemeinsam – beide zählten zu den bedeutendsten Schriftstellern des bürgerlichen Realismus im deutschsprachigen Raum. Theodor Storm und Gottfried Keller.

Den Briefwechsel der beiden, herausgegeben von Albert Köster 1904, gibt es als Scann bei Archive.org

Ich habe sie gelesen, nicht in einem aber in zwei Zügen, 220 Seiten Fraktur Scann, mit großem Vergnügen. Dabei mag ich Keller gar nicht mal besonders. Er ist mir zu realistisch und zu bürgerlich. Probehörenderweise habe ich einige seiner Werke kennengelernt, er erfreut sich bei LibriVox großer Beliebtheit, aber er ist mir nie ans Herz gewachsen. Ganz anders Storm, sein Schimmelreiter war die einzige Schullektüre, die mich wirklich angesprochen hat (und ich habe alle pflichtschuldigst und teilweise auch mit Interesse gelesen, bis auf die Buddenbrooks). Storm war für mich ein Liebe auf den ersten Blick und er ist es bis heute geblieben. Der Schimmelreiter war das erste, was ich für LibriVox aufnehmen wollte, aber da ist mir Felix zuvorgekommen. Dann liebäugelte ich mit Pole Poppenspäler und Aquis submersus, aber während ich noch liebäugelte, hat Christian sie aufgenommen.

Storm ist bürgerlich und realistisch, ebenso wie Keller, aber er ist mehr. Storm ist sehr emotional, die Gefühle in seinen Texten sind wahr und tief und ehrlich. Sein Werk, Lyrik wie Prosa, ist von einer tiefen Melancholie, die mir nicht fremd ist. Es will mir scheine, dass Storm sich traute, auf die Gefühle zu sehen, sich ihnen auszusetzen und Worte für sie zu finden, wo es vielen anderen Autoren genug war, sie von fern zu ahnen und anzudeuten. Und er hat einen Hang zur Spökenkiekerei. In vielen seiner Werke gibt es einen leisen Zug ins Unheimliche, einen Hauch des Übernatürlichen, was mir natürlich besonders gut gefällt. In seinen Märchen kommt das besonders zur Geltung und die hatte ich bei LibriVox zu meiner großen Freude fast ganz für mich allein.

Aber zurück zu den Briefen. Storm eröffnet den Briefwechseln als er selbst 60 und Keller 58 Jahre alt war, beide schon bekannte und gefeierte Schriftsteller auf der Höhe ihres Ruhm. Jeder kannte und schätzte die Werke des anderen und als zusätzlichen Anknüpfungspunkt gab es die gemeinsamen Freunde Wilhelm Petersen und Paul Heyse. Er schickt Keller seine gerade erschienene Novelle Aquis submersus, spart nicht mit Lob für den Kollegen, kann es sich aber doch am Schluss des Briefes nicht verkneifen, auch eine kleine Kritik anzubringen. Das ist typisch für Storm. Schon in seinem Briefwechsel mit dem sehr viel älteren Mörike hält er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Er ist da sehr direkt. Überhaupt scheint Storm als Mensch sehr offen und an anderen Menschen sehr interessiert gewesen zu sein. Dem Brieffreund Keller schreibt er regelmäßiger und öfter, Keller lässt zwischendurch immer wieder lange nichts von sich hören und seine Briefe geben von ein paar Episoden abgesehen nicht viel Einblick in sein tägliches Leben. Storm dagegen erzählt von der Familie, den Kindern, den Freunden, die zu Besuch kommen, er erwähnt Reisen, die er unternommen hat und immer wieder lädt er den Brieffreund zu sich ein oder spricht von einem Treffen in Berlin, das aber nie zustande kommt. Keller hatte wohl kein großes Interesse daran. Er weicht den Einladungen zunächst aus und später antwortet er gar nicht mehr darauf. Keller scheint nicht gerne Briefe geschrieben zu haben. Ein oder zwei mal erwähnt er, wie sehr er mit seiner ganzen Korrespondenz hinterherhinkt.

Storm ist ganz offensichtlich derjenige, dem die Brieffreundschaft mehr am Herzen liegt, Interesse aneinander hatten wohl beide. Bei Storm paart sich dass mit einer großen Lust am Briefe schreiben und auch einer gewissen Disziplin. Fast jedes Jahr kurz vor Weihnachten schreibt er dem Freund, egal ob er gerade „dran“ ist oder nicht. Bei Keller hält sich das Interesse für den Kollegen die Waage mit einem Gefühl der Lästigkeit, will mir scheinen, und auch einer gewissen Resignation angesichts der Tatsache, dass Storm in diesen Jahren weiter schafft, während sich Keller das Wenige, das er schreibt, mühsam abringen muss, und dabei fühlt, dass es nicht so gut ist wie seine früheren Werke.

Immer wieder kann man den beiden Autoren bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, das ist sehr spannend. Auch interessant, was sie über andere Kollegen gedacht haben. Nebenbei erfährt man einiges über das damalige Verlagswesen und auch das Urheberrecht und Raubkopien spielen eine Rolle.

Seinen vorletzten Brief muss Storm diktieren, wegen schwerer Krankheit „deren Weg mich mehrmals an den schwarzen Seen vorbeiführte“. Keller antwortet nicht. Ein Jahr später schreibt Storm erneut den Weihnachtsbrief, in dem er erzählt, dass es ihm wieder besser geht. Keller antwortet nicht. Ein halbes Jahr später stirbt Storm an Magenkrebs.

Bei Archive.org gibt es noch den Briefwechsel mit Mörike und den Briefwechsel mit Heyse. Die werde ich in nächster Zeit auch lesen und freue mich schon sehr darauf. Mit Storm hätte ich gerne einmal eine Tasse Tee getrunken. Sehr gerne würde ich solche Briefe bekommen, wie er sie schrieb, und würde auch gerne solche Briefe schreiben können.

Theodor Storm und Gottfried Keller bei LibriVox

Das ist mein liebstes Gedicht: Weiße Rosen – Klicken zum Anhören.

Bei Wikimedia Commons fand ich noch das:

Theodor Woldsen Storm […] studied and practiced law in Schleswig-Holstein and – emigrated under Danish rule – in Thuringia. He also wrote a number of stories, poems and novellas.

Na ja.