Frisch geschlüpft: Der Sandmann

von E.T.A. Hoffmann, gelesen von Karlsson

Der Student Nathanael glaubt in einem Wetterglashändler namens Coppola einen Mann wieder zu erkennen, der in seiner Kindheit als Advokat Coppelius regelmäßig abends seinen Vater besuchte und mit diesem offenbar alchimistische Experimente machte, bei denen der Vater schließlich bei einer Explosion starb. Dieser Coppelius war für den kleinen Nathanael nur „Der Sandmann“ – die Personifizierung einer schaurig-schrecklichen Figur aus einem Ammenmärchen, der den Kindern die Augen ausreißt. Er hat mit diesem Manne Furchtbares erlebt und leidet nun erneut unter dem Kindheitstrauma. Seine Verlobte Clara und deren Bruder Lothar versuchen, ihm aus seinen düsteren Stimmungen herauszuhelfen, doch verfällt Nathanael immer wieder in wirre Fantasien, und er fühlt sich von Clara missverstanden. So kommt es, dass er sich in Olimpia verliebt, die ziemlich merkwürdige Tochter seines Professors Spalanzani. Als sich schließlich auf dramatische Weise herausstellt, welche ganz besondere Bewandtnis es mit dieser Olimpia hat, verfällt er abermals in den Wahnsinn – doch noch einmal scheint es so, als könne die Liebe Claras ihn heilen…

Der Schauerroman „Der Sandmann“ ist eines der bedeutendsten und „dank“ der Arbeit von Generationen von Deutschlehrern eines der bekanntesten Werke E.T.A. Hoffmanns. Es bietet so viele Deutungsansätze und somit auch verschiedene Interpretationen, dass Hoffmann selbst sich gewundert haben soll, was er da alles in der Erzählung verarbeitet habe. (Zusammenfassung von Karlsson)

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3 Gedanken zu „Frisch geschlüpft: Der Sandmann

  1. Heute habe ich mich überwunden, mir Deutschpaukers Liebling anzutun. Zwar mag ich den Hoffmann sehr, doch haftete dem Sandmann in meiner Gedankenwelt immer etwas an pennaler Schindung an, auch wenn man mich damit nicht quälte und der Erstkonsum aus freien Stücken geschah. Karlssons Umsetzung fand ich aber herrlich erfrischend und so durfte ich dieses Werk noch einmal frei von jeglicher Wertung genießen, ohne dabei den gestrengen Blick des Schulmeisters spüren zu müssen.
    Den Sandmann werde ich mir nun ganz gewiss noch mehr als einmal anhören, was ja bei Hoffmann ohnehin nie falsch ist, da sich bei ihm immer wieder neue wunderbare Kleinigkeiten und andere Blickwinkel entdecken lassen.
    Abschließend lässt sich eines sagen: Karlsson kann was am Vorlesen! Man kann für jedes Solo-Projekt dieses Mannes dankbar sein!

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